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Bei strahlendem Sonnenschein steht der Himmel offen!


Gottesdienst an Himmelfahrt im Kirchgarten

In der Corona-Zeit ist vieles anders! So konnte am Himmelfahrtstag leider der gewohnte gemeinsame Gottesdienst der Kirchengemeinden des Landkreises München-Nord am Mallerthofer Kirchl nicht stattfinden. Aber einen Open-Air-Gottesdienst im Grünen gab es trotzdem - dank dem sonnigen Frühsommerwetter und des Einsatzes des Mesner-Ehepaars Salmen, das Bierbänke im Freien aufstellte. So konnte sich die Gemeinde im Kirchgarten treffen, wo ein Altar mit großem Blumenstrauß, Kerze und aus der Genezareth-Kirche geborgtem Kruzefix zur Andacht einlud. Im Sichtfeld des Altars ragte dahinter der Turm der Genezareth-Kirche in den wolkenlosen bayrischblauen Himmel. Kann man sich eine bessere Kulisse für einen Himmelfahrtsgottesdienst vorstellen?
Auch für Musik war gesorgt. Drei Generationen der Familie Halder-Weinzierl gaben dem Freiluft.-Gottesdienst mit Saxophon, Gitarre und Keyboard einen passenden Rahmen. Diese besondere Gottesdienstatmosphäre füllte Pfarrerin Manuela Urbansky mit Gottes Wort und Spiritualität. Gemeinsam mit ihr spürten die Gottesdienstbesucher den Gefühlen der Jünger nach, die Jesus an Himmelfahrt allein zurückließ. Wie wir in dieser Zeit, in der nichts mehr so ist, wie es einmal war und niemand weiß, wie es mal sein wird - wenn die Corona-Krise überwunden ist -  befanden sich die Jünger in einer „Zwischenzeit“. Jesus Weggang war nun endgültig. Sie waren auf sich gestellt und befanden sich in einer Situation, die keiner von ihnen einschätzen konnte. Sie hatten Angst und Sorge, fühlten sich unsicher und ohne Halt. Wie gut, betonte Urbansky, können wir dies gerade heute nachvollziehen. Und doch, der Predigttext aus Johannes 17 - so schwer verständlich er sich beim ersten Lesen auch gibt - enthält Verheißungen und Trost gerade für solche Zwischenzeiten: Jesus bittet und betet für uns, seine Liebe gilt uns und ist in uns. Diese Gewissheit gibt Kraft und setzt auch in „Zwischenzeiten“ positive Energien frei, die nicht nur helfen, die Krise zu überstehen sondern auch, dass in der harten Zeit Gutes und Aufmunterndes geschieht. Geborgen in der freudigen Atmosphäre des Kirchgartens konnte man an solchen Worten kaum zweifeln.

Bastelaktion „Pfingsttauben für’s Seniorenheim“

Die wochenlange Ausnahmesituation mit all den Regelungen und Vorschriften belasten vor allem zwei Gruppen der Gesellschaft: die Jüngsten und die Ältesten. In den Kirchengemeinden entstand die Idee, gerade diese beiden Gruppen in einer gemeinsamen Aktion zusammen zu bringen. Passend zu Pfingsten, dem kirchlichen Fest, in dem Gott die Menschen miteinander verbindet, in dem Bestürzung und Angst zu Freude und Tatendrang werden, wollen wir in Form von aus Papier gebastelten Tauben (dem Pfingstsymbol schlechthin!) „Pfingstmomente“ von jung zu alt bringen. Kinder wurden eingeladen, zuhause bunte Tauben zu basteln. Diese werden an Pfingsten den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenheims geschenkt. Gerade im Licht des Fensters leuchten die Tauben herrlich. So möchten wir die Seniorinnen und Senioren an das Pfingstwunder erinnern und ihnen einen besonderen „Pfingstmoment“ bereiten.
Eine Pfingstaktion für alle bietet die evang. Kirchengemeinde zusätzlich an.

Gottesdienst unter „Smart-Distancing“-Regeln – und Gott singt mit!

Wie ein Gottesdienst unter Einhaltung der vielzitierten Abstands- und Hygieneregeln stattfinden kann, konnte sich zunächst niemand so richtig vorstellen. Der erste Sonntag nach der Corona-Zwangspause, an dem man wieder zum Gottesdienst zusammenkommen kann, wurde von vielen Gemeindegliedern herbeigesehnt. Aber wie das alles regeln: Maskenpflicht, Einhaltung des Mindestabstands von 2m, häufiges Desinfizieren? Pfarrerin Mirjam Pfeiffer und Mesnerin Gerlinde Salmen maßen Tage zuvor mit dem Meterstab die Kirchenbänke aus und markierten die möglichen Sitzbänke mit fröhlichen Smiley-Zetteln. Statt Gesangbüchern gab es Einmal-Liedzettel, um hier keine Infektionsquelle zu haben. Bei Eintritt in die Kirche war Händedesinfektion angesagt und man musste Gesichtsmaske tragen. Frau Salmen achtete darauf, dass alle Regeln eingehalten wurden. Aber die Kirchgänger beachteten die Vorschriften vorbildlich, so dass es keinen Grund zur Beanstandung. Ein großes Dankeschön an alle für diese Disziplin.

Als dann das Orgelvorspiel begann und die Klänge den Kirchenraum erfüllten, war nichts mehr von der zunächst sterilen und verhaltenen Stimmung mehr zu spüren. Schon bei der herzlichen Begrüßung durch Pfarrerin Pfeiffer vor dem festlich geschmückten Altar, als ihre vertraute Stimme zu hören war, traten die äußeren Bedingungen des Gottesdienstes in den Hintergrund.

Zwar fehlte die gewohnte Liturgie – der Gottesdienst war kürzer als normal. Das war schon dadurch bedingt, dass es sich mit Gesichtsmaske nur schwer singt. So entfiel ein großer Teil des üblichen Gemeindegesangs. Das hatte gerade am Sonntag „Kantate“, an dem dieser erste Gottesdienst nach Corona-Regeln stattfand, eine gewisse Absurdität. Der Sonntag „Kantate“ ist dem Lob des Gesangs allgemein und zum Lob Gottes im Besonderen gewidmet. Aber Pfarrerin Pfeiffer fand in ihrer Predigtansprache die richtigen Worte: Sie beschrieb die Rolle von Musik und Singen, von Tanzen und Mitklatschen in den verschiedensten Lebenssituationen. Sie motivierte zum Singen zuhause nach dem Gottesdienst und wies auf zahlreiche Musikaktionen auch in Coronazeiten hin. Einschließlich des irischen Schluss-Segens feierte der Gottesdienst den Sonntag Kantate, umrahmt von festlicher Orgelmusik.

Noch ein Hinweis: Solange unsere Gottesdienste nicht in üblicher Form gefeiert werden können, finden Sie ein Video des jeweiligen Gottesdienstes zeitnah nach dem Gottesdienst auf unserer Homepage