Willkommen

Schön, dass Sie hier vorbeischauen. 

Sie wollen Ihr Kind taufen lassen, Ihre kirchliche Trauung bei uns feiern oder müssen sich von einem Angehörigen verabschieden? Wir sind in jedem Fall gerne für Sie da.

Natürlich müssen wir im Moment besondere Hygienevorschriften beachten. Was im Einzelnen möglich ist und was nicht, können wir am besten in einem Telefongespräch klären.

Was in unserer Gemeinde alles los ist, finden Sie hier und in unserem Kalender – oder Sie schauen einfach mal vorbei.

Wir freuen uns, Sie auch persönlich kennenzulernen.

Ihre Pfarrerinnen 

Mirjam Pfeiffer und Manuela Urbansky


 

Herzliche Einladung zu unseren nächsten Veranstaltungen


Ökumenischer Wort-Lese-Abend

am 25. November um 20 Uhr im Genezareth-Zentrum

Logo Wort-Lese

Nach dem Auftakt im September in Sankt Ulrich findet der zweite Wort-Lese-Abend im Genezareth-Zentrum statt. Wir laden dazu ein bei einem Glas Wein, Bier oder auch etwas Nichtalkoholischem gemeinsam ins Gespräch zu kommen und über Gott und die Welt zu reden. Ausgangspunkt wird an diesem Abend ein so genannter Bibliolog sein. Hier tauchen die Anwesenden gemeinsam in eine biblische Geschichte ein und untersuchen dabei die Bereiche des Erzählten, von denen die Bibel nur indirekt spricht. Man begibt sich quasi auf die Suche nach den „weißen Stellen zwischen den Buchstaben“. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bringen Sie einfach etwas Neugier und Freude am Erkunden von „Neuland“ mit! Das ökumenische Angebot richtet sich an alle Altersstufen und will auch junge Erwachsene ansprechen, ganz neue Erfahrungen im Umgang mit der Bibel zu machen.
Bitte beachten: Es gilt die 2-G-Regel!

 


Festgottesdienste zum 1. Advent

1. Advent

 

28.11.21

9.00 Uhr Schlosskapelle Haimhausen,

10.30 Uhr Genezareth-Kirche Unterschleißheim

Endlich wieder die wohl vertrauten Adventslieder singen, den Duft von Tannenzweigen in der Kirche riechen, die erste Kerze am Adventskranz anzünden! Sie beginnt wieder: Die Adventszeit. Wir läuten sie dieses Jahr mit zwei festlichen Gottesdiensten am 1. Advent ein. Die musikalische Gestaltung beider Gottesdienste übernimmt wieder das Bläserensemble 3+2.

In Unterschleißheim gilt bei diesem Gottesdienst die 3G-Regel! Im Anschluss daran eröffnen wir unseren Advents-Basar. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Advents-Basar

Häkelengel
Bildrechte: Gerhard Thormann

An allen 4 Adventssonntagen bieten wir jeweils rund um unsere Veranstaltungen in der Genezareth-Kirche bezaubernde kleine Kostbarkeiten für die Advents- und Weihnachtszeit an. Alle sind von unserem Basar-Team liebevoll in Handarbeit hergestellt worden. Lassen Sie sich verzaubern von leckerem Adventsgebäck, selbst eingekochten Marmeladen, wärmenden Likören, topmodernen Strick- und Häkelaccessoires, originellen Geschenkverpackungen, kreativen Patchwork-Arbeiten und weiteren außergewöhnlichen Geschenkideen.

Viele fleißige Hände haben schon seit Wochen für den Basar vorbereitet. Deshalb wollen wir den Verkauf trotz der angespannten Corona-Lage möglich machen. Selbstverständlich achten wir sorgfältig auf die Einhaltung der Hygiene-Regeln. Bei gutem Wetter findet der Basar im Innenhof der Genezareth-Kirche statt, bei schlechtem Wetter im Gemeindezentrum. Der Zutritt ist nur mit einem 2G-Nachweis und FFP2-Maske möglich.

Unser Basar hat zu folgenden Zeiten geöffnet:

- 1. Advent, 28.11., nach dem Gottesdienst in der Genezareth-Kirche

- 2. Advent, 5.12., rund um das Adventssingen im Garten der Genezareth-Kirche ab 15.30 Uhr

- 3. Advent, 12.12., nach dem Gottesdienst in der Genezareth-Kirche

- 4. Advent, 19.12., nach dem Gottesdienst sowie rund um das Advents-Konzert und -Singen des Genezareth-Chores ab 16.30 Uhr.

Verkauft wird solange der Vorrat reicht. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 


Adventssingen für alle Generationen

05.12.21, 16 Uhr, Garten der Genezareth-Kirche

Laterne im Schnee
Bildrechte: pixabay.com

Am Nachmittag des 2. Advents, wenn es draußen dunkel wird, lädt Pfarrerin Pfeiffer in den Garten der Genezareth-Kirche zu einer Adventsandacht bei Kerzenschein ein. Zusammen mit den Kindern unserer Kindertagesstätten und dem Trio tonART (Martin Danes, Florian Lang und Ulrich M. Baur) gestaltet sie eine musikalische und besinnliche Stunde für die ganze Familie und alle Generationen. Die kleinen Gäste können den Garten gerne mit Laternen erleuchten. Vielleicht leuchten sie ja auch dem Nikolaus den Weg ...

Das Adventssingen findet ausschließlich bei gutem Wetter statt. Alle Informationen hierzu finden Sie am 4.12. hier an dieser Stelle.

Rund um das Adventssingen hat auch unser Advents-Basar geöffnet (s.o.).

 


Advents-Konzert und -Singen von und mit dem Genezareth-Chor

Adventssingen
Bildrechte: gemeindebrief.evangelisch.de

19.12.21, 17 Uhr, Genezareth-Kirche

Der Genezareth-Chor lässt mit seinem Chorleiter Andreas Lübke Teile aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns erklingen. Auch zusätzliche gemeinsam gesungene Adventslieder werden dabei nicht zu kurz kommen!

Eine schöne Gelegenheit, um den 4. Advent festlich und musikalisch ausklingen zu lassen und sich auf das nahende Weihnachtsfest einzustimmen.

Es gilt die 2G-Regel und FFP2-Maskenpflicht!

Auch der Advents-Basar hat wieder rund um diese Veranstaltung geöffnet (s.o.).


Weihnachten 2021

Heilige Familie
Bildrechte: gemeindebrief.evangelisch.de

Krippenweg an Heilig Abend – speziell für Familien

Machen Sie sich als Familie mit Maria und Josef auf den Weg nach Bethlehem! Gemeinsam mit anderen Familien sind Sie dazu vom Maria-Magdalena-Haus zur Genezareth-Kirche unterwegs und erleben die Weihnachtsgeschichte an verschiedenen Stationen live mit. Starten können Sie von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei schlechtem Wetter werden die Krippenszenen der einzelnen Stationen in zwei Mini-Andachten um 14.30 Uhr und um 15.15 Uhr in der Genezareth-Kirche aufgeführt. Um daran teilzunehmen, ist eine Anmeldung erforderlich. Außerdem gilt die 3G-Regel. Tipp: Melden Sie sich vorsorglich an, falls schlechtes Wetter ist. Hier geht es zur Anmeldung für die Mini-Andacht um 14.30 Uhr, hier zu der für 15.15 Uhr.

Am 23.12. geben wir hier an dieser Stelle bekannt, ob der Krippenweg oder die Mini-Andachten stattfinden.

In Haimhausen kann der Krippenweg "to go" zum Zu-Hause-Feiern ab 24.12., 10 Uhr vor dem Rathaus abgeholt werden!

Krippe
Bildrechte: gemeindebrief.evangelisch.de

Gottesdienst mit Weihnachtsspiel - 24.12., 16.30 Uhr, Genezareth-Kirche

Einige unserer Konfirmand:innen und jugendlichen Temaer:innen, die den Konfi-Kurs begleiten, gestalten diesen Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrerin Pfeiffer. Auf kreative Weise übertragen sie in einem Theaterstück die Weihnachtsbotschaft in die heutige Zeit. Auch bei diesem Gottesdienst gilt die 3G-Regel und Maskenpflicht. Eintritt nur mit Anmeldung.

Christvesper-Gottesdienste an Heilig-Abend

Am 24.12. finden dieses Jahr insgesamt drei klassische Christvesper-Festgottesdienste statt: um 16.30 Uhr und 18 Uhr in der Schlosskapelle Haimhausen und um 18 Uhr in der Genezareth-Kirche Unterschleißheim. Bei all diesen Gottesdiensten gilt die 3G-Regel sowie Maskenpflicht. Eine vorherige Anmeldung ist zwingend erforderlich. Klicken Sie dazu bitte auf die entsprechende Uhrzeit! (Ort beachten!)

In den Gottesdiensten in Haimhausen sorgt die Haimhauser Dorfmusik für weihnachtliche Klänge.

Weihnachtsengel
Bildrechte: gemeindebrief.evangelisch.de

Christmette - 24.12., 23 Uhr, Genezareth-Kirche

Mit einem stimmungsvollen und besinnlichen Gottesdienst lassen wir den Heiligen Abend gemeinsam in der Genezareth-Kirche ausklingen. Für die passende weihnachtliche Musik sorgt ein Ensemble der Stadtkapelle Unterschleißheim. Den Gottesdienst gestalten Lektorin Heike Köhler und Pfarrerin Urbansky gemeinsam. Im Anschluss laden wir Sie ein, auf dem Vorplatz der Genezareth-Kirche noch ein Tässchen Punsch mit uns zu trinken und weiter den Weihnachtsliedern der Stadtkapelle zu lauschen. Auch in diesem Gottesdienst ist eine Anmeldung erforderlich. Es gilt die 3G-Regel und Maskenpflicht!

Singen und Geschichten unterm Christbaum - 25.12., 17 Uhr, Maria-Magdalena-Kirche

Am 1. Weihnachtsfeiertag treffen wir uns um 17 Uhr in der Maria-Magdalena-Kirche, um in stimmungsvoller Atmosphäre gemeinsam weihnachtliche Geschichten zu hören und zu singen. Hierfür ist keine Anmeldung und kein 3G-Nachweis erforderlich.

Festgottesdienste am 2. Weihnachtsfeiertag - 26.12.

Am 26.12. feiern wir zwei klassische Festgottesdienste. Pfarrerin Martina Buck lädt herzlich ein um 9 Uhr nach Haimhausen in die Schlosskapelle und um 10.30 Uhr in die Genezareth-Kirche Unterschleißheim. An diesem Tag ist keine Anmeldung und kein 3G-Nachweis erforderlich.


Sternsinger 2022 – unterwegs mit Herz und Krone

Sternsinger
Bildrechte: Familie Obal

Auch 2022 wollen die Sternsinger in der Zeit von 02.-06.01. den Segen Gottes wieder in die Unterschleißheimer und Haimhauser Wohnungen und Häuser tragen! Ganz nach dem Motto: „Wir Sternsinger ziehen munter von Haus zu Haus, singen und teilen unseren Segen aus. Wir machen Leute glücklich hier im Ort und sammeln Spenden für Kinder in einem fort.“ Du möchtest dabei sein? Weitere Informationen und Hinweise zur Anmeldung findest du hier:

Zeitgeister gesucht!

Die Zeitgeister sind eine Art von Ehrenamtsbörse, angesiedelt unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde Unterschleißheim. Zeitgeber (Menschen, die Zeit und Lust haben, sich ehrenamtlich zu engagieren), kümmern sich um Zeitnehmer (Menschen, die Unterstützung bei kleinen Dingen brauchen). Zeitgeister geben etwas von ihrer Zeit für Menschen, z.B. bei der Fahrt zum Arzt oder zum Einkaufen, bei einem Computerproblem oder einer kleinen Reparatur oder für Menschen, die einfach zwischendurch einmal Gesellschaft brauchen.
Unsere Zeitgeister schenken ganz vielen Menschen ein Stück Sonntag im Alltag. Und sie brauchen Verstärkung. Vielleicht haben auch Sie hin und wieder ein wenig Zeit übrig, um andere Menschen zu unterstützen. Dann melden Sie sich bitte bei unserer Koordinationskraft Sandra Nägele (zeitgeister-ush@web.de, Tel. 089/317 814 14). Alle Informationen zu unserem Projekt, das auch von der Stadt Unterschleißheim unterstützt wird, finden Sie unter www.zeitgeister-ush.de.


Unsere aktuellen Gottesdienst-Regelungen

Altarkreuz

Folgende Regeln gelten im Moment (Stand 16.11.2021) in unseren Gottesdiensten:

1. Bei Gottesdiensten in der Kirche, gilt die Pflicht eine FFP2-Maske (von 6-16 Jahren eine medizinische Mund-Nase-Bedeckung) immer dann, wenn sie singen oder ihren festen Platz verlassen. Bei Gottesdiensten unter freiem Himmel gibt es keine Maskenpflicht!

2. Zwischen allen Personen, die nicht zu einer Familie gehören, muss mindestens 1,5m Abstand gewahrt bleiben. Wir haben markierte Einzelplätze. Wenn mehr als eine Person zusammensitzt, muss darauf geachtet werden, dass der Mindestabstand zu den weiteren Personen gewahrt bleibt. 

3. Abendmahl feiern wir in einer besonderen Form. Alle Teilnehmenden können bereits vor Beginn der Gottesdienstes Brot und Wein in einem Tütchen mit auf den Platz nehmen. Bei der Feier der Abendmahls werden wir so zwar auf Abstand, aber trotzdem alle gemeinsam Brot und Wein miteinander teilen. Am Ende bleiben Tüten und Weingefäß einfach am Platz stehen.

4. Bei bestimmten Gottesdiensten hat der Kirchenvorstand beschlossen, die 3G-Regel anzuwenden, damit mehr Menschen in der Kirche platz haben. Denn dann müssen die Mindestabstände nicht zwingend eingehalten werden. Es besteht allerdings durchgehend FFP2-Masken-Pflicht.

Außerdem weisen wir auch auf die zahlreichen evangelischen Angebote in Rundfunk, Fernsehen und Internet hin. Eine wunderbare Zusammenstellung finden Sie unter: www.kirchevonzuhause.de.


Seminar des Ökumen. Kreises der drei christl. Kirchengemeinden Unterschleißheim3 Vortragsabende zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Das traditionelle Seminar des ökumen. Kreises widmete sich in diesem Jahr dem Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Dabei sollte in den Vortragsabenden vor allem das Leben im heutigen Deutschland betrachtet werden, weniger die Vergangenheit. Die Auswahl der Referenten:innen erfolgte unter diesem Aspekt.
Am ersten Abend (07.10.) beschrieb Frau Dr. Ruth Zeifert, Autorin und Mitarbeiterin bei der jüd. Gemeinde Beth Shalom München, die Situation von Vaterjuden. Eigentlich gibt es keine Vaterjuden im Judentum, da der jüd. Glaube entsprechend den Gesetzen in den jüd. Schriften nur von der Mutter weitergegeben werden kann. In einer gemischt religiösen Ehe gelten die Kinder deshalb nur als „jüdisch“, wenn die Mutter jüdischen Glaubens ist. Diese Definition gilt nur innerhalb des Judentums. Vaterjuden sind ebenso Opfer von antisemitischem Denken (Rassegesetze von 1935 im dt. Reich/Verfolgung in der Sowjetunion) wie alle Juden. Zeifert hat ein Buch über Vaterjuden und deren Schwierigkeiten, ihre Identität zu finden, geschrieben. Sie selbst ist diesbezüglich eine Betroffene und schilderte eigene Erfahrungen: Einerseits von jüdischen Glaubensbrüdern als nichtjüdisch angesehen, andererseits Opfer von Antisemitismus fällt es Vaterjuden oft schwer, sich zu verorten. Ein Konvertieren zum Judentum ist theoretisch zwar möglich, aber praktisch sehr kompliziert und langwierig. Auch das Verhältnis zur jüdischen Religion und zum Staat Israel müssen die Vaterjuden für sich klären. Wichtig ist, dass das sogenannte „Rückkehrgesetz“ ebenso wie allen Juden auch den Vaterjuden die Sicherheit gibt, dass Israel sie ohne Einschränkungen aufnimmt.
Am zweiten Abend (14.10.) schilderten zwei junge Männer, Vertreter des Verbands jüdischer Studenten in Bayern, was es bedeutet, heute als junge Juden in Deutschland zu leben. Die Mitglieder des Verbands sind zwischen 18 und 35 Jahre alt. Der Verband will Anlaufstelle für jüdische Jugendliche sein. Ziel ist es, dass die jungen Menschen jüdischen Glaubens sich kennen lernen, Erfahrungen austauschen und Gemeinschaft erleben. Michael Movchin, der Verbandsvorsitzende, beschrieb die augenblickliche Situation des jüdischen Lebens: Synagogen, jüdische Schulen und andere jüd. Einrichtungen müssen polizeilich geschützt und gesichert werden. Denn es besteht immer die Gefahr eines Anschlags oder anderer antisemitischer Vorfälle. Jüdische Kinder wachsen mit dem Gefühl ständiger Bedrohung auf. Dabei hat der Antisemitismus in den letzten Jahren zugenommen – nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern. Die Schutzmaßnahmen sind unabdingbar. Einerseits sind die jüdischen Mitbürger froh, dass der deutsche Staat ihnen auf diese Weise Schutz und Sicherheit gibt. Andererseits ist es eine schwere Belastung, dass die Schutzmaßnahmen notwendig sind. Gemäß Movchin gilt es immer individuell abzuwägen, inwieweit unter diesen Bedingungen ein gutes Leben in Deutschland möglich ist.
Der dritte Abend (21.10.) wurde der Biographie des Juden Karl Süßheim (1878-1947) gewidmet, einem Orientalisten, dessen Lebenslauf ein typisches Beispiel für jüdisches Leben in seiner Zeit darstellt. Dr. Kristina Milz vom Institut für Zeitgeschichte München, befasste sich im Rahmen ihrer Promotion mit dem Leben des Gelehrten in der ersten Hälfte des 20. Jh. Süßheim gehörte zum assimilierten Judentum und er und seine Familie waren so weit in integriert, dass ein gewisser gesellschaftlicher Aufstieg möglich war. Süßheim war als Experte für orientalische Sprachen geschätzt und hatte eine gute Stelle am Institut für orientalische Sprachen in Berlin. Wie viele Juden verlor er 1933 seine Anstellung und sein Ansehen und floh in die damals neutrale Türkei nach Istanbul. Hier gab es bereits eine deutsche Exilgemeínde, da der türkische Staatsmann Kemal Atatürk schon vor der NS-Zeit deutsche Wissenschaftler in die Türkei geholt hatte, damit diese die Modernisierung seines Staates vorantreiben. Süßheim erlebte einerseits gesellschaftlichen Aufstieg und Anerkennung, andererseits aber auch Entrechtung, Flucht und Exil – ein Schicksal, das er mit anderen Juden teilt.
An alle 3 Veranstaltungen schloss sich im Anschluss eine lebhafte Diskussion an und es waren jedes Mal viele Fragen zu beantworten. Insgesamt gewährten die Seminarabende interessante und zum Nachdenken anregende Einblicke in das aktuelle Leben von Juden in Deutschland.


Hier können Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe unserer Gemeindezeitung werfen!

Ergänzungen zum Artikel Der Sabbat - Insel im Mainstream  im Gemeindebrief Vielseitig 03_21 S. 17 finden Sie hier

 

Vielseitig